Billiglohnländer Arbeitsbedingungen

Billiglohnländer Arbeitsbedingungen

Wird ein Land als Billiglohnland bezeichnet, kann man davon ausgehen, dass die Billiglohnländer Arbeitsbedingungen sehr schlecht sind. Ist es in unseren Breiten üblich, gesetzliche Bestimmungen zu Arbeitsbedingungen, die im Betriebsverfassungsgesetz enthalten sind, einzuhalten. Zu den gesetzlich fixierten Vereinbarungen zählen unter anderem der Gesamtumfang der Arbeitszeit, Kündigungsfristen und Arbeitsort genauso wie Entgelt und Urlaubs- und Überstundenregelungen. In Billiglohnländern wird solchen, uns selbstverständlich scheinenden Dingen, keine Beachtung geschenkt.

Die Billiglohnländer Arbeitsbedingungen sind speziell im asiatischen Raum zum Teil katastrophal. Hier herrschen weder Wirtschaftsethik noch wird auf die menschlichen Belange Rücksicht genommen. Internationale Organisationen starten immer wieder Aufklärungskampagnen, um die Bewohner der westlichen Industrienationen auf die Großteils höchst unfairen Arbeitsbedingungen hinzuweisen.  Die Ursachen für diese Rahmenbedingungen sind oft ganz einfach zu finden. Einerseits basiert der Ursprung oft in der Überbevölkerung der einzelnen Staaten. So sind Arbeitskräfte billig und im Fall des Falles auch sehr einfach wieder zu ersetzen. Meist ist dazu noch die schulische Bildung kaum der Rede wert. Der Staat ist mit der Förderung von besseren Verhältnissen aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten überfordert und kann so zu keiner Verbesserung der Situation beitragen. Andererseits ist oft der Staat selbst nicht an einer Verbesserung der Situation interessiert, da die internationalen Firmen fremdes Kapital ins Land bringen.

Die Gründung von Interessengemeinschaften und Arbeitnehmervertretungen wird von den Firmen nach Möglichkeit verhindert.  So bleibt den dort ansässigen Menschen nichts anderes übrig als die gebotenen Bedingungen in Kauf zu nehmen. Trotz der Vollbeschäftigung ist die Lohnstruktur so gestaltet, dass die Bevölkerung arm bleibt. Überstunden werden oft als selbstverständlich in Kauf genommen und wer sich dagegen wehren würde, könnte bereits am nächsten Tag auf der Straße stehen. In den Fabriken herrschen oft unmenschliche Arbeitsbedingungen. Zwar arbeiten inzwischen aufgrund des öffentlichen Drucks keine Kinder mehr in den Fabriken. Allerdings arbeiten diese Kinder nun meist zu Hause, um den kärglichen Salär der Eltern aufzubessern. Unser Anliegen sollte es sein, zunehmend Produkte zu erwerben, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden.
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