Arbeitnehmer Informationen

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Auch als einfacher Arbeitnehmer kann man viel gegen den Billiglohn unternehmen. Dies fängt schon beim Kaufverhalten als normaler Konsument an. Denn achtet man nicht mehr nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität, so arbeitet man gegen den Versuch der Unternehmen, alles so billig wie möglich herzustellen. Billiglöhne sind überhaupt erst so entstanden, durch die möglichst gering gehaltenen Produktionskosten und also auch möglichst niedrigen Löhnen. Unterstützt man diese Bewegung bewusst nicht und kauft etwas teurer ein, so ist dies schon der erste Schritt gegen den Billiglohn. Wenn man Firmen unterstützt, die Arbeiter unter einem Billiglohn beschäftigen, so unterstützt man auch die Entstehung von zu niedrigen Löhnen in Deutschland und bestärkt die Unternehmen in ihrem Handeln.

Was kann man beim eigenen Unternehmen bewirken?

Außerdem kann man als Arbeitnehmer etwas dafür tun, dass man gut bezahlt wird, indem man zum Beispiel einen Betriebsrat gründet oder in die Gewerkschaft eintritt. Diese sind neben dem Gesetzgeber die zweite Regelung des Unternehmens und man kann so indirekt oder direkt ins Gespräch mit den Chefs des Unternehmens kommen und an den Tarifen mitwirken. Besonders bei großen Firmen sind solche Gewerkschaften oft der einzige Weg für einfache Arbeiter die eigene Meinung vertreten zu können und aktiv an der Lohnaushandlung teilhaben zu können. Früher waren Gewerkschaften nicht wegzudenken und haben einen Billiglohn gar nicht erst zustande kommen lassen. Wenn von staatlicher Seite kein Mindestlohn zu erwarten ist, so sollte man eben Tariffragen selbst in die Hand nehmen und sich gegen den Billiglohn engagieren.

Bekommt man einen Job angeboten, bei dem man eindeutig für einen Billiglohn arbeiten müsste, so sollte man diesen lieber nicht annehmen, auch wenn die Alternativen nicht wünschenswert sind. Doch arbeitet man für solch niedriges Gehalt, so unterstützt man die Unternehmen sogar, die einen solchen Billiglohn vorschreiben.

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